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Dienstag, 2017-08-15

Nutzungsdauer von Wintergärten

Je nach Bauweise und Baumaterial kann ein Wintergarten eine Lebensdauer bis zu mehreren Jahrzehnten erreichen. Die Immobilienwirtschaft rechnet zum Beispiel mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 25 Jahren für eine Konstruktion bei mittlerer Material- und Arbeitsqualität. Für hochwertige Wohn-Wintergärten ist neben der sachgerechten Verarbeitung besonders das Material entscheidend für die Haltbarkeit und sollte sorgfältig ausgewählt werden, da jeder Werkstoff seine spezifischen Vorzüge nur bei entsprechender Verarbeitung und Pflege voll ausspielen kann.

Kunststoff

Das Leichtgewicht Kunststoff hält einige Jahre Feuchtigkeit und UV-Strahlung aus, neigt aber zum Vergilben und dehnt sich unter Hitze stärker aus als andere Werkstoffe. Außerdem braucht Kunststoff zur Erhöhung der Stabilität eine Stahlverstärkung. Auch mit Verstärkung bleibt Kunststoff jedoch ungeeignet für großflächigere Bauten.

Aluminium

Aluminium ist für sein geringes Gewicht sehr stabil und damit auch für größere Ausladungen passend. Mit einer pulverbeschichteten und einbrennlackierten Oberfläche hat der Werkstoff eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer. Damit ist er sogar für die salzhaltige Luft in Küstenregionen oder für Bergregionen mit starker UV-Einstrahlung geeignet, und das bei minimalem Pflegeaufwand.

Holz

Holz ist als „arbeitender“ Werkstoff anfällig für Witterungseinflüsse. Die gängigen Sorten brauchen regelmäßige Pflege, am besten jährlich vor dem Herbstanfang eine Ausbesserung der schützenden Lasurschicht. Unter dem Handelsnamen Accoya wird ein speziell behandeltes Holz angeboten, das laut Angaben der Hersteller eine Lebensdauer von fünfundzwanzig Jahren erreicht. Das gilt auch für einheimische Weichhölzer selbst bei Einsätzen unterhalb der Erdoberfläche. Im Außenbereich soll die Lebensdauer sogar fünfzig Jahre betragen.

Holz-Alu

Optimale, jahrzehntelange Haltbarkeit erreicht eine Holz-Aluminium-Kombination, die die Wetterfestigkeit von Aluminium mit der Wohnlichkeit von Holz vereint. Eine ständige Hinterlüftung des Holzrahmens schützt vor Verrottung und verhindert gleichzeitig die Entstehung von Kondenswasser. Dadurch werden beide Stoffe praktisch witterungsresistent.