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Sonntag, 2017-11-05

Sanierung Wintergarten

Ein Wintergarten ist eine schöne Sache - gerade Holzwintergärten finden immer wieder ihre Freunde. Doch gerade Holz ist den unterschiedlichen Witterungen, denen ein Wintergarten ausgesetzt ist, nicht immer gewachsen. Schnell lösen sich die Farben sowie Dichtungen und der schöne Anbau wird undicht.

Doch das muss nicht sein. Ein älterer Wintergarten lässt sich heute problemlos zu einem Holz-/Alu-Wintergarten sanieren. Und auch bei Neubauten ist es ratsam, sich auf die modernen Möglichkeiten des Wintergartenbaus zu beziehen.

Wintergarten Sanierung leicht gemacht

Zuerst sollte natürlich der Zustand des Wintergartens genauer unter die Lupe genommen werden. Das kann man bereits von einem Fachmann, der sich später auch um die fachgerechte Sanierung kümmern könnte, überprüfen lassen.

Bei Holzwintergärten sind besonders die Dichtungen zwischen Glas und Holz anfällig. Aufgrund der Wind- und Wetterverhältnisse, denen das Gerüst über die Jahre besonders von der Außenseite ausgesetzt war oder sein wird, können diese mit der Zeit porös und durchlässig werden.
Zweiter Prüfungsfaktor ist das Holz. Wurde beim Bauen und Planen speziell behandeltes, pflegeleichtes und langlebiges Material verwendet, ist es durchaus möglich, dieses über mehrere Jahre zu Sanieren und Restaurieren und so „wie neu“ zu halten. Bestenfalls sollte das verwendete Holz alle fünf Jahre abgeschliffen und neu gestrichen werden. So bleibt es lange ansehnlich und widerstandsfähig.

Um den Wintergarten noch langlebiger zu machen, können die Holzpfosten auch mit Alu-Profilen verkleidet und verblendet werden. Das ist im Verhältnis zur Vollsanierung kostengünstig und vor allem besonders lange haltbar, da das Holz durch die speziell verdichteten Profile vor Wind und Wetter geschützt wird. Natürlich kann man auch auf Voll-Alu-Gerüste zurückgreifen, was sich jedoch von den Kosten her eher beim Neubau oder einer Komplettsanierung lohnt.

Know-how Belüftung

Doch egal, ob es sich nach der Sanierung nun um einen reinen Holz, einen Holz/Alu- oder einen Alu-Wintergarten handelt, eine Sache spielt noch eine große Rolle: Die Belüftung des Innenbereiches. Mit dem richtigen Belüftungssystem können starke Hitzeschwankungen oder im Sommer auftretende Hitzestaus vermieden werden. Denn diese verursachen den Anstieg der Luftfeuchtigkeit, welche sich ebenfalls von Innen heraus negativ auf die Zustände vom Holz und den Dichtungen auswirken kann.

Sanierung Wintergartendach

Wichtigster Sanierungsteil des Wintergartens ist das Dach. Hier zeigen sich poröse Dichtungen und morsche Balken nicht nur besonders schnell, sondern gerade Letzteres kann auch noch gefährlich werden.

Je nach Material des Wintergartendaches gibt es durchaus die Möglichkeit Risse zum Beispiel in Glasplatten mit speziellen Kunstharzen zu versiegeln. Bei blickdichten Materialien, wie milchiges Glas oder Doppelstegplatten kann sicherlich provisorisch eine Versiegelung mit Silikon erfolgen. Dies sollte aber nur auf die gereinigte fettfreie Stelle aufgetragen werden.

Neben Undichtigkeiten in den Platten selbst ist der häufigste Grund für Wasserdurchlässigkeit eher in den Verbindungen der einzelnen Platten oder in der Verbindungsstelle Wintergartendach und Hauswand zu finden. Hier ist es besonders wichtig auf die Verarbeitung zu achten. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Platten sollten durch spezielle Schienen geschehen. Diese sind mit zusätzlichen Dichtungen ausgestattet. Bei einer kleineren Undichtigkeit lässt sich die Schiene zusätzlich mit Silikon befestigen und somit auch nachträglich abdichten.

Am Schwierigsten nachträglich abzudichten ist sicherlich der Anschluss zwischen Dach und Hauswand. Dieser ist nach Aufbau des Wintergartendaches oft nur schwer zu erreichen. Auch hier kann eine nachträgliche Abdichtung mit einem Außensilikon erfolgen. Ebenso ist es wichtig durch eine Schiene dafür zu sorgen, dass das Wasser überhaupt nicht erst die Möglichkeit hat zwischen Hauswand und Wintergartendach zu laufen. Ist hier eine undichte Stelle zu finden, sollte die alte Abdichtung entfernt und durch eine neue ersetzt werden. Eine nachträgliche Abdichtung einzelner Stellen erweist sich hier häufig als schwierig und führt oft zu neuen undichten Stellen. Nur eine konsequente Wasserableitung wird hier zu dauerhafter Trockenheit führen.




Da eine Sanierung des Daches jedoch unbedingt, der Statik und Sicherheit wegen, Fachwissen benötigt, sollte der Laie sich hier an einen Fachmann wenden.