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Mittwoch, 2017-08-02

Schwitzwasser im Wintergarten

Problematik:

Die abgekühlte Raumluft enthält kondensierende Feuchtigkeit - das sogenannte Schwitzwasser. Im Wintergarten werden daher bei kühlen Außentemperaturen (z. B. in der Nacht) das Glas und die Konstruktion auch im Innenbereich kalt.

Als Folge entsteht an diesen Materialien das Kondenswasser und rinnt an Glas und Streben herab.

Beispiel

Bei einer angenommenen Außentemperatur von -10 °C und einer Raumtemperatur von +20 °C sind normales Isolierglas und ungedämmte Metallstreben innen nur ca.  +6 °C temperiert.Stehen dabei noch großblättrige Pflanzen im Wintergarten und halten sich mehrere Menschen darin auf entsteht soviel Feuchtigkeit, dass diese kalten Teile Nässe produzieren. (Folge: Rost bzw. Materialverrottung.)

Lösung

Statt der Verwendung von herkömmlichem Isolierglas sollte hochwertiges Wärmeschutzglas mit einem k-Wert von 1,3 eingebaut werden, das die Kälte nicht nach innen weiterleitet.

Hierbei empfiehlt sich optimal eine Holzkonstruktion des Wintergartens, da Holz von Natur aus ein guter Dämmstoff ist. Effektiv ist auch eine Konstruktionskombination aus Holz und Aluminium.

Metallkonstruktionen sollten entweder thermisch getrennt (d.h., zwischen dem inneren und dem äußeren Teil der Strebe verhindert ein Kunststoff-Profil den Wärmefluss) oder wärmegedämmt sein.

Luftkreislauf

Die Be- und Entlüftung im Wintergarten sollte dabei ebenfalls genauestens unter die Lupe genommen werden:
Verbrauchte feuchte Luft wird an der höchsten Stelle des Wintergartens abgeführt, Frischluft von unten zugeführt. Diese Lüftung kann entweder manuell sein oder automatisch durch Thermostate und Hygrostate gesteuert werden.

Wer seinen Wintergarten als Kaltraum ausschließlich an warmen Tagen nutzt und in der kühlen Jahreszeit nur Pflanzen überwintern möchte, kann mit dem Schwitzwasser leben. Die hohe Luftfeuchtigkeit liegt den Pflanzen.  Vorsorge gegenüber der Konstruktion muß dabei trotzdem getroffen werden.